Presse

Offizielle Inbetriebnahme der Heizzentrale für Nahwärmeversorgung Steinmühlenweg / Altkönigsportplatz

(vom 25.02.2014)

Bereits Mitte Dezember 2013 wurde das Blockheizkraftwerk (BHKW), das zukünftig nicht nur das TaunaBad, sondern auch das Neubaugebiet Steinmühlenweg mit Wärme versorgen soll, sowie die zwei Heizkessel, die als Winterheizung für die Ausbautätigkeiten des neuen Hallenbades dienen, in Betrieb genommen.

Heute wurde die Heizzentrale im Rahmen eines Pressetermins im Beisein des Oberurseler Bürgermeisters Hans-Georg Brum, des Ersten Stadtrats und Umweltdezernenten Christof Fink, Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH, Ralf Bisinger, Technischer Leiter der Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH, sowie des beteiligten Ingenieurbüros und der ausführenden Heizung-Klima-Sanitär-Firma offiziell in Betrieb genommen.

Fünf Bauherren von vierzehn möglichen Bauvorhaben im ersten Bauabschnitt des Neubaugebietes Steinmühlenweg haben bereits einen Antrag zu Erstellung eines Nahwärmehausanschlusses bei den Stadtwerken Oberursel gestellt. Die ersten Nahwärmehausanschlüsse wurden bereits verlegt und in Betrieb genommen.

Der geplante Bauzeitenplan für die Heizzentrale sowie für das Nahwärmenetz konnte somit eingehalten werden. Damit ist die Versorgung des Hallenbades, des Freibades sowie der Nahwärmekunden sichergestellt. Der zweite Bauabschnitt „Altkönigsportplatz" soll nach Festsetzung des Bebauungsplanes ebenfalls mit Nahwärme erschlossen werden. Hier sind bis zu 21 Einfamilienhäuser und vier Stadtvillen mit jeweils vier Wohneinheiten geplant.

Christof Fink, Erster Stadtrat und Umweltdezernent: "Der Ausbau des Wärmemarktes ist sinnvoll, um die viel diskutierte Energiewende mittel- bis langfristig umzusetzen, da er ein großes Potential bietet, CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Politik hat für den größten Energieverbrauchssektor Deutschlands, den Wärmemarkt, ambitionierte Ziele abgeleitet. Durch Modernisierungsmaßnahmen im Wärmemarkt sollen bezahlbar und schnell CO2-Einsparungen erreicht werden." Dazu Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberursel weiter: „Nah- und Fernwärme, produziert mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung, ist eine sinnvolle Option zur CO2-Minderung und führt gleichzeitig zu dezentraler, lokaler Energieerzeugung, um die überörtlichen Netze nicht weiter zu belasten. Deswegen investieren die Stadtwerke  bei der Ausweisung neuer Baugebiete in diese Technologie." Bürgermeister Hans-Georg Brum: „Die Inbetriebnahme der Heizzentrale ist ein weiterer großer Schritt bei der Realisierung des Hallenbads und des angrenzenden Wohngebiets Altkönigsportplatz. Es bietet sich an, die Wärmeversorgung des Baugebiets auf Basis der Kraft-Wärme-Koppelung mit der des Schwimmbads zu verbinden. Das Blockheizkraftwerk an dieser Stelle ist eine ökologisch sinnvolle und für die Bauherren wirtschaftlich sehr effiziente Lösung."     

Hintergrundinformationen

Hocheffiziente Technologie der Zukunft

Kraft-Wärme-Kopplung ist die Technologie, die in BHKWs angewandt wird: Ein spezieller Gas-Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, der die mechanische Energie des Motors in elektrische Energie umwandelt, also Strom erzeugt. Die dabei entstehende Wärme wird „ausgekoppelt", das heißt, in die Heizungsanlage geführt. Somit ist Kraft-Wärme-Kopplung die effizienteste Form der Energieversorgung mit Gas und hat wegen des niedrigen Energieverbrauchs ein besonders hohes CO2-Minderungspotenzial.

Technische Informationen zur Heizzentrale

Am 25. Juli 2013 wurde mit dem Bau der Heizzentrale durch die ausführende Heizungsfirma Bosold GmbH aus Kalbach begonnen. Die Heizzentrale besteht im Wesentlichen aus folgenden Anlagenteilen:

  • Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 140 kW und einer thermischen Leistung von 207 kW, betrieben mit Biogas
  • Niedertemperatur-Heizkesseln mit je 560 kW Nennwärmeleistung
  • 2 Pufferspeicher mit je 2.000 Liter Inhalt
  • 3-zügigen Schornstein- und Abgasanlage aus Edelstahl mit einer Höhe von 11,75 Meter
  • Zu- und Abluftanlage mit einem Rohrdurchmesser von 600 mm mit Abluftventilator und Schalldämpfern für einen Volumenstrom von rd. 5.000 m3/h
  • Heizleitungen, Armaturen, Verteilsysteme mit Regelventilen und Pumpen zur Druckhaltung sowie einem Plattenwärmetauscher mit einer Leistung von 860 kW
  • Steuerungs- und Automationssysteme für das BHKW und die Heizkessel

Die Heizzentrale dient zur Beheizung des neuen Hallenbades und der Wasserbecken sowie des bestehenden Freibades. Über ein Nahwärmenetz wird das benachbarte Neubaugebiet Steinmühlenweg / Altkönigsportplatz mit Heizwärme versorgt. Die erzeugte Strommenge aus dem BHKW wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Bild
Ralf Bisinger, Technischer Leiter der Stadtwerke Oberursel, Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberursel, Hans-Georg Brum, Bürgermeister der Stadt Oberursel (Taunus) und Christof Fink, Erster Stadtrat und Umweltdezernent der Stadt Oberursel (Taunus), (von links) nehmen offiziell die Heizungsanlage in Betrieb. (Foto: Nicole Horn)
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