Presse

Das Mikro-Kraftwerk im eigenen Keller

(vom 21.12.2015)

Offizielle Inbetriebnahme der ersten Stadtwerke-Brennstoffzelle

Bereits seit 16. Dezember 2015 versorgt eine Brennstoffzelle einen Einfamilien-Neubau in Bad Homburg mit Strom und Wärme. Heute wurde diese vom Land Hessen und der Gaswirtschaft geförderte Brennstoffzelle von Hendrik Frey, Mitarbeiter Vertrieb Energie und Dienstleistungen bei den Stadtwerken, und Peter Schick, Geschäftsführer des Installateur-Unternehmens rhein-main heizwerk GmbH, offiziell in Betrieb genommen.

Das Einfamilienhaus hat einen Jahresstromverbrauch von circa 19.000 Kilowattstunden. Eine vorhandene Teichpumpe trägt mit ihrem stetigen Stromverbrauch dazu bei, dass nahezu der gesamte erzeugte Strom selbst verwendet werden kann. Dazu wurde das Gerät in der Größe einer handelsüblichen Waschmaschine einfach im Heizungskeller platziert und an das Stromnetz angeschlossen. „Die Stadtwerke unterstützen innovative Technologien und fördern zudem, dass innovative, hocheffiziente Systeme verstärkt den Weg in den Markt finden“, so Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberursel.

Die drei Partner – das Installateur-Unternehmen rhein-main heizwerk GmbH, die Firma Jörg Wessels GmbH Elektro- und Datentechnik und das lokale Energieversorgungsunternehmen Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH – haben das Projekt gemeinsam umgesetzt. 

Innovative Technologie

Auf innovative Weise Strom produzieren lässt sich mit der Brennstoffzelle BlueGEN der Firma Solidpower. Die Technologie des Mikro-Kraftwerks ermöglicht Eigenheimbesitzern wie auch Gewerbebetrieben, in Eigenregie effizient und umweltschonend jährlich jeweils bis zu 13.000 Kilowattstunden Strom und Wärme aus Erdgas zu produzieren. Kunden mit einem entsprechend hohen Energieverbrauch können damit ihre Kosten reduzieren und ihren Beitrag zur Energiewende leisten.

„Die Vorteile einer Brennstoffzelle sind zum einen, dass solch ein Gerät keine Schadstoffe ausstößt und vibrationsfrei, geräuscharm und effizient arbeitet. Eine Brennstoffzelle ist zudem modular aufgebaut und besitzt ein gutes Anfahr- bzw. Lastwechselverhalten. Schließlich gibt es nahezu keine Wirkungsgrad-Einbußen bei einem Betrieb zwischen 50 und 100 Prozent“, erklärt Peter Schick, Geschäftsführer rhein-main Heizwerk GmbH.

Die Brennstoffzelle ist somit eine neuartige Technik, die noch ausbaufähig ist, gleichzeitig besitzt sie schon heute eine hohe Akzeptanz in der Fachwelt und bei umweltbewussten Bürgern.

Stadtwerke-Contracting

Als innovatives Energieversorgungsunternehmen bieten die Stadtwerke Oberursel zwei verschiedene Contracting-Modelle (Errichtungs- und Betriebsführungs-Contracting sowie Energieliefer-Contracting) an, bei denen die Stadtwerke jeweils die Finanzierung, Planung, Einbau, Wartung und Instandhaltung und wahlweise auch die Administration der Anlage übernehmen. Bei diesen beiden Modellen unterstützen die Stadtwerke Oberursel die Hauseigentümer und Unternehmer. Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke, hierzu: „Wir denken, dass kleinen dezentralen Systemen der Energiegewinnung die Zukunft gehört. Wir freuen uns, dass wir heute zum ersten Mal eine Brennstoffzelle in Betrieb nehmen konnten und hoffen, dass wir damit ein Zeichen zur Nachahmung setzen.“ 

Installateur Peter Schick und Stadtwerke-Mitarbeiter Hendrik Frey

Der Installateur Peter Schick und Stadtwerke-Mitarbeiter Hendrik Frey (von links) präsentieren die innovative Brennstoffzelle.
Fotografin: Andrea Königslehner

 

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