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Spannender GirlsDay bei den Stadtwerken

(vom 23.04.2015)

Sechs Schülerinnen nutzten heute den bundesweiten „Mädchen-Zukunftstag“, um bei den Stadtwerken Oberursel Einblicke in typische Männer-Berufe zu erhalten: Im technischen Betriebshof lernten die Schülerinnen den Arbeitsalltag eines Gas- und Wasserinstallateurs kennen und im Bereich Planung und Leitungsdokumentation den Beruf Vermessungsingenieur.

Die Mädchen erhielten einen Überblick über die Geschäftsfelder der Stadtwerke und einen Einblick in den Praxis-Alltag: Die Schülerinnen schauten sich am Computer die Planungen von Gas- und Wasserleitungen an, besichtigten eine der Stadtwerke-Baustellen in Oberursel und machten sich so ein Bild davon, welche Arbeiten notwendig sind, um die Leitungen zu verlegen. Anhand einer so genannten Satellitenvermessung arbeiteten alle Schülerinnen unter Anleitung von Vermessungsingenieur Sven Kleinschmidt selbst mit einem GPS-Vermessungsgerät. Das fanden die Schülerinnen sehr faszinierend.

Danach bearbeiteten die Mädchen das Thema Wassergewinnung und besichtigten die Entsäuerungs- und Wasseraufbereitungsanlage Hohemark und einen Wasser-Hochbehälter in unmittelbarer Nähe. Die Überprüfung und Kontrolle der Wasserqualität standen hier im Vordergrund. „Das Oberurseler Wasser schmeckt mir jetzt noch besser, weil ich gelernt habe, dass die Wasserqualität sehr gut ist und permanent kontrolliert wird“, meint Selina Fitz.

Die sechs Schülerinnen, die derzeit die 5. bis 8. Klasse besuchen, fanden den Girls‘Day bei den Stadtwerken Oberursel sehr spannend und beeindruckend: „Wenn ich nach diesem Tag zu Hause den Wasserhahn aufdrehe, werde ich an das Rohrleitungsnetz der Stadtwerke denken – und weiß jetzt sogar, wie dieses geplant und gebaut wird“, so Sarah Tilgner.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke über den gelungenen Tag: „Es freut uns, dass auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen interessiert am Girls‘Day der Stadtwerke teilgenommen haben und wir ihnen erste Einblicke in einige technische Berufe geben konnten. Vielleicht haben wir ja sogar bei einigen einen Impuls für ihre persönliche Zukunft gegeben“.

Hintergrundinformationen

Der „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ findet seit 2001 jährlich im April statt und ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt speziell für Mädchen. Schülerinnen der fünften bis zehnten Klassen machen Schnupperpraktika in Berufen, in denen vorwiegend Männer arbeiten, probieren sich in Workshops zu Naturwissenschaften und Handwerk aus und lernen Frauen in Führungspositionen kennen.

In Deutschland wird der Girls’Day gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Deutschland. Der Mädchen-Zukunftstag wird vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. auf Bundesebene koordiniert.

Mit der aktiven Teilnahme sollen die Mädchen motiviert und ermutigt werden, sich für eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium in derzeit noch „frauenuntypischen“ Berufsfeldern, insbesondere in Technik, IT, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften, zu entscheiden.

 

Sechs Schülerinnen erhielten einen Einblick in den Praxis-Alltag bei den Stadtwerken Oberursel.
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