Presse

Stadtbusverkehr in Bad Homburg und Oberursel ist sichergestellt

(vom 04.12.2015)

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe, der Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH und der VM Verkehrsgesellschaft Mittelhessen.

In den seit Wochen andauernden Verhandlungen über die Aufrechterhaltung des Stadtbusverkehrs bis zum Ende des Jahres, die die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe und die Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH mit der Verkehrsgesellschaft Mittelhessen (VM) führten, konnte gestern Nachmittag eine Einigung erzielt werden. Die beiden Parteien einigten sich auf die endgültige Höhe der von VM zu tragenden Vertragsstrafen und darauf, dass die VM bis 31.12.2015 den Stadtbusverkehr in beiden Städten nach den Mitte November vereinbarten Notfahrplänen weitgehend sicherstellt.

Die entsprechenden Notfahrpläne sind auf den Internetseiten der Stadt Bad Homburg (www.bad-homburg.de) beziehungsweise der Stadtwerke Oberursel (www.stadtwerke-oberursel.de) eingestellt. 

Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberursel zu den Verhandlungen der letzten Tage: „Es freut mich sehr, dass wir mit der VM nach vielen Gesprächen nun doch noch eine für alle Parteien tragbare Einigung erzielen konnten und wir so den Busverkehr in Oberursel gerade vor den Weihnachtsfeiertagen sicherstellen können. Ich hoffe nun, dass die VM ihre Busdienstleistungen erbringen kann.“

Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes sprach von „sehr schwierigen Verhandlungen“, die letztlich doch noch zu einer Einigung geführt hätten. Die Stadt habe dabei erhebliche Zugeständnisse gemacht. „Wir handeln letztlich im Interesse unserer Fahrgäste, denen wir auf diese Weise einen möglichst umfangreichen Fahrplan anbieten können“, erklärt Hetjes. Der Betrieb der Stadtbusse durch ein anderes Unternehmen sei nur gegen ebenfalls hohe Kosten bei einem deutlich eingeschränkten Angebot möglich gewesen. Gerade an den Adventssamstagen sei es wichtig, den Busverkehr in die Einkaufsstadt Bad Homburg sicherzustellen, betonte Hetjes.

Dominic Harris, Geschäftsführer der VM kommentiert das Ergebnis der Verhandlungen mit Erleichterung: „Wir sind sehr froh, dass wir nach den für unsere Gesellschaft, unsere Mitarbeiter und Passagiere sehr schwierigen  letzten Wochen eine Einigung gefunden haben. Wir wollten erreichen, dass unsere Vertragspartner die vorhandenen Herausforderungen, die unstreitig zum Teil von uns nicht beeinflusst werden können, richtig beurteilen und damit fair und angemessen umgehen. Die nunmehr erfolgte Einigung ist für alle Seiten ein Kompromiss. Wir haben uns bei unserer Entscheidung maßgeblich davon leiten lassen, dass wir unseren Passagieren, insbesondere beim Schulbusverkehr, sowie dem Einzelhandel in Bad Homburg und Oberursel in der Vorweihnachtszeit keinen Schaden zufügen wollten. Wir danken unseren Passagieren für ihr Verständnis und ihre Geduld und unseren Busfahrern für ihre Loyalität und ihr Engagement während dieser schwierigen Phase.“

Ab 1. Januar 2016 wird dann die Firma Transdev Rhein Main GmbH in beiden Gemeinden den Stadtbusverkehr übernehmen. 

Hintergrundinformationen
Die Verträge zwischen der Verkehrsgesellschaft Mittelhessen GmbH auf der einen Seite und der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe und den Stadtwerken Oberursel (Taunus) auf der anderen wurden im Sommer nicht – wie mehrfach berichtet – gekündigt, es wurde lediglich die Option für eine Verlängerung nicht ausgeübt. Beide Seiten hatten sich dann darauf verständigt, die laufenden Verträge mit verbesserten Konditionen für drei Monate bis zum Jahresende 2015 zu verlängern. Im Rahmen einer Neuausschreibung für das Jahr 2016 gab dann Transdev ein günstigeres Angebot ab, was entsprechend den Ausschreibungsregelungen zu einem Zuschlag an diese führte.

Die Verkehrsgesellschaft Mittelhessen GmbH hatte die verlängerten Verträge am 19. November „mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund“ gekündigt. Nachdem die VM den Busverkehr in Bad Homburg und Oberursel am Wochenende des 21./22. November vorübergehend ausgesetzt hatte, trafen beide Seiten zunächst eine Interimsvereinbarung über den Stadtbusverkehr für die Zeit bis Ende November und führten weitere Gespräche über den Betrieb im Dezember fort.

 

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