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Erdgas-Zapfsäule an HEM-Tankstelle bleibt in Betrieb

(vom 15.09.2016)

Am 9. September 2016 kam es bei der Betankung eines Erdgasfahrzeugs (CNG) an einer Tankstelle in Duderstadt (Kreis Göttingen) zu einem Unfall, bei dem eine der im Fahrzeug (VW Touran ecofuel) integrierten Erdgasspeicherflaschen infolge des Druckanstiegs geborsten ist. Hierbei wurde der Fahrzeughalter verletzt. Zahlreiche Tankstellenketten haben ihren Stationen und Pächtern empfohlen, vorübergehend kein Erdgas mehr zu verkaufen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) und des bdew (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.) gibt es jedoch keinen Schadenszusammenhang zwischen der Erdgastankstelleninfrastruktur und dem Unfall in Duderstadt am 9. September 2016. Die Erdgastankstellen sind sicher und können weiterhin für die Betankung von Erdgasfahrzeugen genutzt werden. Entsprechend bleibt die Erdgas-Zapfsäule an der HEM-Tankstelle in Oberursel-Oberstedten weiterhin in Betrieb.

Einzig Erdgasfahrzeuge, für die vom Fahrzeughersteller herausgegebene Rückrufaktionen vorliegen, sollten zur Sicherheit temporär nicht mit CNG betankt werden, bis das Fahrzeug wieder auf den Stand der Technik gebracht wurde.

Aus sicherheitstechnischen Gründen sind die Speicherflaschen für die vorgeschriebenen Betankungsdrücke mit einem zusätzlichen Sicherheits-faktor ausgelegt. Aufgrund des unter Umständen technisch nicht einwandfreien Zustands der eingebauten Speicherflaschen läuft beim Unfallfahrzeug (VW Touran) sowie bei zwei weiteren Modellen (Caddy und Passat) zurzeit eine groß angelegte Rückrufaktion des Fahrzeugherstellers Volkswagen. Rückrufaktionen sind sicherheitsrelevant. Ihnen ist unbedingt Folge zu leisten. 

Da das Tanken von CNG für alle nicht von der Rückrufaktion betroffenen Fahrzeuge auch weiterhin bedenkenlos möglich ist, bleibt die Erdgas-Zapfsäule an der HEM-Tankstelle in Oberursel-Oberstedten weiterhin in Betrieb.

Erdgastankstellen: Strenge Vorschriften, hohe Sicherheit

Grundsätzlich gilt: Erdgastankstellen sind überwachungsbedürftige Anlagen, die aufgrund der vorgegebenen hohen technischen und operativen Anforderungen eigensicher sind – also selbst im Fehlerfall kein unsicherer Zustand auftritt - und in unbemanntem Betrieb sicher betrieben werden können. Im Gefahrenfall wird die Anlage automatisch in einen definierten sicheren Zustand gefahren.

DVGW und BDEW sind keine Vorfälle an Erdgastankstellen bekannt, die aus technischen Fehlern der Erdgastankstelleninfrastruktur herrühren. Insbesondere bei Erdgastankstellen sind strenge Vorschriften einzuhalten, die höchste Sicherheit garantieren.

Nicht nur die Errichtung und Inbetriebnahme der Erdgastankstelle, sondern auch der Betrieb und die Instandhaltung müssen diesen hohen Anforderungen genügen. Darüber hinaus werden die Erdgastankstellen von anerkannten Prüforganisationen (z.B. TÜV, Dekra) regelmäßig wiederkehrend geprüft.

Was kann der Erdgasfahrzeughalter tun?

Der Kunde sollte sich beim Betankungsvorgang an der Zapfsäule an die dort sowie im Fahrzeughandbuch angegebenen Verhaltens- und Verfahrensanweisungen halten. Sofern dessen Fahrzeug von einer Rückrufaktion betroffen sein sollte, muss dieser unmittelbar nachgekommen und den darin angegebenen Verhaltensanweisungen gefolgt werden.

Sobald das Fahrzeug wieder durch den Fahrzeughersteller freigegeben worden ist, kann wieder Erdgas getankt werden. Alle anderen Erdgasfahrzeuge können weiterhin wie gewohnt betankt und genutzt werden.

 

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