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Spannender GirlsDay bei den Stadtwerken

(vom 28.04.2016)

Insgesamt zehn Schülerinnen nutzten den bundesweiten „Mädchen-Zukunftstag“, um bei den Stadtwerken Oberursel Einblicke in typische Männer-Berufe zu erhalten und um im TaunaBad den Bäderbetrieb auch hinter den Kulissen kennenzulernen.

Im technischen Betriebshof lernten sechs Schülerinnen den Arbeitsalltag eines Gas- und Wasserinstallateurs kennen und im Bereich Planung und Leitungsdokumentation den Beruf Vermessungsingenieur.

Die Mädchen erhielten einen Überblick über die Geschäftsfelder der Stadtwerke und einen Einblick in den Praxis-Alltag: Die Schülerinnen schauten sich am Computer die Planungen von Gas- und Wasserleitungen an und machten sich so ein Bild davon, welche Arbeiten notwendig sind, um die Leitungen zu verlegen. Anhand einer so genannten Satellitenvermessung arbeiteten alle Schülerinnen unter Anleitung von Vermessungsingenieur Sven Kleinschmidt selbst mit einem GPS-Vermessungsgerät. Das fanden die Schülerinnen sehr faszinierend.

Danach bearbeiteten die Mädchen das Thema Wassergewinnung und besichtigten die Entsäuerungs- und Wasseraufbereitungsanlage Hohemark und einen Wasser-Hochbehälter in unmittelbarer Nähe. Die Überprüfung und Kontrolle der Wasserqualität standen hier im Vordergrund. „Das Oberurseler Wasser schmeckt mir jetzt noch besser, weil ich gelernt habe, dass die Wasserqualität sehr gut ist und permanent kontrolliert wird“, meint Lahja Felgner.

Im TaunaBad Oberursel lernten vier Schülerinnen das Berufsbild des Fachangestellten für Bäderbetriebe kennen und erhielten einen Einblick in den Tagesablauf eines Berufes, den die meisten nur als Schwimmmeister oder Bademeister kennen. Willi Köhl, Meister für Bäderbetriebe im TaunaBad, zeigte den Schülerinnern zunächst die unterschiedlichen haustechnischen Gewerke des Hallenbades, welches mit modernster Technik ausgestattet ist. Dabei lernten die Mädchen verschiedene technische Anlagen wie die Lüftungsanlage, die Wasseraufbereitungsanlage (Filteranlage), die Heizungsanlage, die Chlorungsanlage und die Trinkwarmwasseraufbereitungsanlage für das Duschwasser kennen. Anschließend nahmen sie eine Wasserprobe und bestimmten den Chlorgehalt des Wassers im Sportbecken und Lehrschwimmbecken.

Sehr spannend fanden die Mädchen die Erläuterungen zu den Vorbereitungen im Freibad, steht doch die Eröffnung der Freibadsaison im TaunaBad kurz bevor. Die so genannte Auswinterung ist abgeschlossen und das Becken bereits mit Wasser gefüllt, damit es sich während der Sonnenstunden erwärmt und nicht mehr so stark aufgeheizt werden muss.

Jeweils zu zweit lernten die vier Mädchen auch die Anforderungen an die betriebliche Wasseraufsicht kennen und begleiteten die Fachangestellte für Bäderbetriebe bei ihrer Arbeit. Im Foyer des TaunaBades lernten sie einige Kassenfunktionen kennen und begleiteten die Hausdame bei ihrem Rundgang durch die Umkleide sowie beim Ausspritzen der Duschen und Toilettenräume.

Die insgesamt zehn Schülerinnen, die derzeit die 5. bis 8. Klasse besuchen, fanden den Girls‘Day bei den Stadtwerken Oberursel sehr spannend und beeindruckend: „Wenn ich nach diesem Tag zu Hause den Wasserhahn aufdrehe, werde ich an das Rohrleitungsnetz der Stadtwerke denken – und weiß jetzt sogar, wie dieses geplant und gebaut wird“, so Gül Taskrin.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke über den gelungenen Tag: „Es freut mich, dass auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen interessiert am Girls‘Day der Stadtwerke und erstmalig im TaunaBad, teilgenommen haben. Vielleicht haben wir ja sogar bei einigen durch erste Einblicke in technische Berufe einen Impuls für ihre persönliche Zukunft gegeben“.  

Hintergrundinformationen

Der „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ findet seit 2001 jährlich im April statt und ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt speziell für Mädchen. Schülerinnen der fünften bis zehnten Klassen machen Schnupperpraktika in Berufen, in denen vorwiegend Männer arbeiten, probieren sich in Workshops zu Naturwissenschaften und Handwerk aus und lernen Frauen in Führungspositionen kennen.

In Deutschland wird der Girls’Day gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Deutschland. Der Mädchen-Zukunftstag wird vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. auf Bundesebene koordiniert.

Mit der aktiven Teilnahme sollen die Mädchen motiviert und ermutigt werden, sich für eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium in derzeit noch „frauenuntypischen“ Berufsfeldern, insbesondere in Technik, IT, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften, zu entscheiden.

 

Sechs Schülerinnen erhielten während des Girls`Day bei den Stadtwerken umfassende Einblicke in die tägliche Arbeit des technischen Bereichs und konnten Gasrohrleitungen unter Anleitung von Sven Kleinschmidt sogar selbst zuschneiden.
Vier Schülerinnen bei der Bestimmung des Chlorgehalts ihrer Wasserprobe aus dem Lehrschwimmbecken und aus dem Sportbecken unter Anleitung von Willi Köhl.
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