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Stadtwerke Oberursel unterstützen Sportkoordinator für Flüchtlinge im Hochtaunuskreis

(vom 15.07.2016)

Seit dem 1. Februar existiert im Sportkreis Hochtaunus (SKHT) eine Koordinierungsstelle für den Sport mit Flüchtlingen, die von Diplom-Trainer Wieland Speer geleitet wird.

Die Einrichtung dieser Stelle haben die Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH mit 1.000 Euro unterstützt und hierüber gestern in Anwesenheit von Norbert Möller, erster Vorsitzender des Sportkreis 31 Hochtaunus e.V., informiert.

Jürgen Funke, Geschäftsführer der Stadtwerke Oberursel, zu dieser Sponsoring-Maßnahme: „Wir engagieren uns bereits seit vielen Jahren in den Bereichen Sport, Kultur, Umwelt und Soziales. Und das Thema „Integration von Flüchtlingen“ beschäftigt auch uns seit längerem. So haben wir beispielsweise für die Deutschunterrichts-Initiative des Vereins Windrose während einer Veranstaltung an unserer „Wasserbar“ Spenden gesammelt oder Gratis-Schwimmen für Flüchtlingskinder im TaunaBad angeboten. Da wir glauben, dass insbesondere gemeinsamer Sport sehr erfolgreich zur Integration der Flüchtlinge beitragen kann, freuen wir uns sehr, dieses Engagement des Sportkreises Hochtaunus zu fördern.“

Seit Aufnahme seiner Tätigkeit hat Wieland Speer, ehemaliger Bundesliga- und Bundestrainer, zahlreiche Gespräche, Telefonate und Treffen mit Gemeinde- und Vereinsvertretern sowie Betreibern von Flüchtlingseinrichtungen des Hochtaunus-Kreises geführt und einige neue Netzwerke gebildet, wie beispielsweise mit dem Kreisjugendring Hochtaunus. Mit deren Mitgliedern möchte der SKHT insbesondere im Bereich der unbegleiteten Jugendlichen neue Hilfestellungen entwickeln.

Sport-Coaches vermitteln zwischen Flüchtlingen und Sportvereinen

Die Landesregierung hatte im Dezember letzten Jahres ein Förderprogramm gestartet, um hessische Städte und Gemeinden darin zu unterstützen, in den Sportvereinen Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge anzubieten. Das darin enthaltene Konzept der so genannten Sport-Coaches ist bundesweit einzigartig. Sie sollen den Kontakt zwischen den Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen herstellen und Letztere in der ersten Zeit zu den Sportangeboten begleiten. Im Hochtaunus arbeiten diese Personen wiederum mit dem Flüchtlingskoordinator Wieland Speer zusammen. So ist er im permanenten Kontakt mit den bisher 15 Sport-Coaches in acht Gemeinden des Hochtaunuskreises.

Unter dem Motto „Richtig anpacken, Gutes erreichen und lange davon profitieren“ hat er sich u.a. folgende Ziele für seine Arbeit gesetzt: die Installation und Weiterbildung von Sport-Coaches in allen 13 Gemeinden des Hochtaunuskreises, die Vernetzung der Flüchtlingsarbeit mit dem organisierten Sport im Hochtaunuskreis und vor allen Dingen die Integration von Flüchtlingen durch Sport in den Vereinen. „Leider beteiligen sich derzeit noch keine Vereine in Oberursel“, so Speer, „aber hier kann das Engagement der Stadtwerke Oberursel als lokaler Energieversorger eine große Wirkung haben und die Verantwortlichen der ortsansässigen Vereine ermutigen, den Kontakt mit mir zu suchen.“ 

Sportkreis Hochtaunus sucht Paten

Privatpersonen oder Firmen, die an einer Patenschaft im Sport interessiert sind, können sich ebenfalls bei Wieland Speer melden. E-Mail: fluechtlinge@sk-ht.de, Telefon: 06104-7761648

Sportkreis Hochtaunus

Der Sportkreis Hochtaunus e.V. ist die Dachorganisation aller Turn- und Sportvereine im Hochtaunuskreis und ist dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Alle drei Jahre wählen die Vereine einen Sportkreisvorstand. Dieser ist die Interessenvertretung der rund 261 Turn- und Sportvereine im Hochtaunuskreis mit 81.000 Mitgliedern. "Starker Sport – Starker Kreis" - unter diesem Motto versteht sich der Sportkreis Hochtaunus als politische Interessenvertretung der Vereine. Denn eine gut entwickelte Vereinslandschaft ist wesentlich für einen lebenswerten Kreis. Bei den Bürgerinnen und Bürgern wirbt der Sportkreis für mehr Sport und Bewegung. Dabei kommt der gesellschaftspolitische Kontext nicht zu kurz: Zu den Themenschwerpunkten gehören Gesundheit, Integration durch Sport, Behinderten- sowie Seniorensport.

 

Jürgen Funke dankt Wieland Speer im Beisein von Norbert Möller (von links nach rechts) für sein Engagement und seine bisher geleistete Arbeit als Sportkoordinator für Flüchtlinge im Hochtaunuskreis.
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