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Aktuelle Trinkwassersituation in Oberursel

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(vom 10.08.2018)

Wie die Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH bereits diesen Mittwoch meldete, stellt sich die Trinkwassersituation in Oberursel momentan so dar, dass der sehr hohe Bedarf schon seit einiger Zeit nicht mehr durch eigene Trinkwassergewinnung gedeckt werden kann.

Die Gewinnung im Hochtaunus musste reduziert werden, da die Grundwasserstände zu stark gefallen waren. Der Hochtaunus ist ein ökologisch und hydrogeologisch sensibles System, das ständig überwacht wird. Dazu wird der Abflusswert als Indikator für die im Hochtaunus gespeicherten Wassermengen am Urselbach gemessen und dieser darf einen bestimmten Wert nicht unterschreiten. Die gemessenen Werte nehmen ab und belaufen sich aktuell auf 50 % der Vorjahreswerte. Gleichzeitig war der gesamte Wasserbedarf in Oberursel von 6.000 Kubikmeter pro Tag auf weit über 9.000 Kubikmeter pro Tag angestiegen.

Die Mengen zur Deckung des Bedarfs werden über den Wasserbeschaffungsverband Taunus über die Hessenwasser geliefert. Die benötigten Wassermengen müssen hierfür bei der Hessenwasser regelmäßig zu Monatsbeginn von den Stadtwerken Oberursel angemeldet werden. Die Anmeldung der Bedarfsmengen für den Monat August war wesentlich höher als die mit der Hessenwasser vertraglich vereinbarten Vorhaltemengen. Da dies zu Kapazitätsengpässen führen kann, konnte seitens der Hessenwasser keine Mengenzusage erteilt werden.

Daher bleibt zur Vermeidung des drohenden Wassernotstands nur das weitere konsequente Wassersparen aller Bürgerinnen und Bürger. 

Der Notstand ist dann gegeben, wenn die Wassermengen im Leitungsnetz und in den Hochbehältern den Bedarf nicht mehr decken können und der Druck im Leitungsnetz abnimmt und so Luft in das System eindringen kann. Dies konnte bisher abgewendet werden, da sich die Verbrauchszahlen in den letzten zwei Tagen durch das Handeln der Wasserverbraucher verringert haben. Das Wassersparen der Bevölkerung hat hierzu beigetragen ebenso wie das konsequente Verhalten von Bau & Service Oberursel (BSO), ortsansässigen Unternehmen und Vereinen.

Auch wenn es in den nächsten Tagen Regen geben sollte, wird das die Situation nicht grundsätzlich entspannen, da die Grundwasserneubildung einige Wochen dauert und es dazu länger anhaltender ergiebiger Niederschläge bedarf.

Die Stadtwerke Oberursel und der Bau & Service Oberursel (BSO) gehen mit gutem Beispiel voran: die beiden Unternehmen haben ihre Bewässerungsmaßnahmen auf ein absolutes Mindestmaß reduziert oder nutzen Wasser mehrfach. So werden der Gießwagen und die Kehrmaschine der BSO mit Grauwasser, also schon einmal benutztem Wasser, befüllt.

Dennoch bleibt die Lage angespannt. Die Wasserverbraucher in Oberursel sind weiterhin dringend aufgerufen, kein Trinkwasser - insbesondere bei der Bewässerung der Gärten oder dem Betrieb von automatischen Beregnungsanlagen - einzusetzen. Letztlich ist in dieser trockenen Zeit jeder Wassertropfen kostbar. Tipps zum Wassersparen im Haushalt gibt es auch unter https://www.stadtwerke-oberursel.de/Energiespartipps

Wenn sich der Wassermangel weiter zuspitzen sollte, behält sich die Stadt Oberursel (Taunus) weitere Maßnahmen vor, gegebenenfalls u.a. die Einschränkung des Freibadbetriebes oder der Ausruf des Wassernotstandes mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen.

 

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