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Rushmoor-Telefonzelle ist gerettet - bereits 4000 Euro über TaunaCrowd gesammelt

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(vom 16.04.2021)

„Als Mitglied des Vereins zur Förderung der Oberurseler Städtepartnerschaften und des fokus O. war es mir ein großes Anliegen, die historische Telefonzelle aus unserer Partnerstadt Rushmoor zu retten“, so Michael Reuter. Strahlend ergänzt er: “Es hatte mich wirklich zutiefst betroffen gemacht, dass die beliebte offene Bücherei im Rushmoor Park mehrfach purem Vandalismus zum Opfer gefallen war. Umso mehr freue ich mich mit dem Ersten Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins Helmut Egler heute, dass es viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die diese besondere Einrichtung zu schätzen wissen. Sie haben so zahlreich mit ihren Spenden dafür gesorgt, dass wir über die TaunaCrowd die für die Restauration notwendigen 4000 Euro zusammen bekommen haben. Vielen herzlichen Dank hierfür!“

„Mein besonderer Dank geht auch an die Stadtwerke Oberursel, die mit ihrer tollen SpendenEi-Aktion zum schnellen Erfolg unseres Projekts beigetragen haben. Helmut Egler und ich können nur allen Vereinen und Initiativen im Hochtaunuskreis empfehlen, die exzellente Crowdfunding-Plattform der Stadtwerke online zu nutzen, um ihre Projekte finanzieren zu lassen – mit ein wenig Initiative klappt das. Wir haben mit unserem Projekt eine sensationelle Resonanz erfahren, mit der wir nicht gerechnet hatten: bisher insgesamt 74 Bürgerinnen und Bürger haben gemeinsam die Telefonzelle gerettet. Das ist toll und zeigt, dass die Menschen Interesse an gemeinnützigen Projekten haben, die allen in unserer schönen Stadt zugutekommen“, ergänzt Reuter begeistert.

Zukünftig wird man in der Lese-Telefonzelle also wieder Bücher deponieren können, die man sich ausleihen, lesen und wieder zurückbringen kann. Vorher müssen mit dem eingesammelten Geld alle Verbundglasscheiben und der Holzrahmen der Tür erneuert werden. Dies wird mit den Handwerkern im fokus O. passieren. Die Handwerker haben sich bereit erklärt, die Telefonzellentür und die Fenstersprossen aus Guss originalgetreu wieder herzustellen. Dies ist bereits die dritte Rettungsaktion der Handwerker, denn 2008 war die Zelle schon einmal durch Brandstiftung abgebrannt. Damals hatten die Handwerker auf ihre Kosten eine neue beschafft, die dann 2014 ein weiteres Mal repariert wurde.

Auf Anregung von Helmut Egler und weiteren Bürger*innen wird aktuell mit den städtischen Gremien überlegt, die Rushmoor-Telefonzelle in die Innenstadt zu verlegen, wo die Zelle besser vor erneutem Vandalismus geschützt wäre. „Da dann noch zusätzliche Kosten für das Fundament entstehen, würden wir uns daher sehr freuen, wenn über die 4000 Euro  hinaus weitere Spenden eingingen“, so die Initiatoren.

Andrea Königslehner, Leiterin Marketing & Kommunikation bei den Stadtwerken Oberursel, teilt die Freude mit Helmut Egler und Michael Reuter: „Dieses tolle Kooperationsprojekt zeigt, wie erfolgreich Projekte umgesetzt werden können, wenn nur der Wille und ein wenig Initiative seitens der Projekstarter da ist. Ich bin mir sicher, dass die Restaurierung der historischen Telefonzelle ein gutes Beispiel für viele weitere öffentliche Projekte in Oberursel sein wird. Es bedarf nur ein wenig Kreativität und Mut.“

Im Rahmen der aktuellen SpendenEi-Aktion erhielten Kund*innen der Stadtwerke Oberursel mit einem Ostergruß Gutscheine, die sie auf der Online-Plattform einlösen und so ihr Lieblingsprojekt unterstützen können. So erhalten alle an der Aktion teilnehmenden Projekte und die dahinter stehenden Vereine eine deutlich höhere Aufmerksamkeit als sonst. Zudem unterstützten die Stadtwerke Oberursel jede Spende von mindestens 10 Euro mit weiteren 5 Euro über ihren „Förderkorb“, der zu Beginn der Aktion mit 1000 Euro aufgefüllt war. 

Noch bis 30. April 2021 können das Telefonzellen-Projekt und alle anderen Vereinsprojekte, die an der Aktion teilnehmen, unter https://www.taunacrowd.de unterstützt werden. Dort können sich die Unterstützer*innen als Gegenleistung auch tolle Prämien aussuchen. Einige Vereine haben sich ganz besondere ausgedacht.

Einfaches Prinzip

Die TaunaCrowd funktioniert nach dem Alles oder nichts-Prinzip: Projektstarter*innen, die finanzielle Unterstützung für die Umsetzung eines gemeinnützigen Projekts benötigen, beschreiben dieses auf der Crowdfunding-Plattform. Der Förderbedarf und der Spendenzeitraum werden auf der TaunaCrowd öffentlich gemacht. Innerhalb von maximal 60 Tagen können die Projektstarter*innen bei Familie, Freunden und Bekannten sowie über soziale Netzwerke und sonstige Medien für ihr Projekt werben und Geld zur Verwirklichung ihres Lieblingsprojektes einsammeln. Wenn die anfangs definierte Summe zusammenkommt, wird der Betrag ausgezahlt. Wird das Ziel verfehlt, erhalten die Unterstützer*innen ihr Geld automatisch zurück. Sollte mehr Geld für ein Projekt zusammenkommen als ursprünglich geplant, profitieren die Projektstarter*innen, denn das Crowdfunding ist nach oben offen.

Weitere Informationen zur TaunaCrowd gibt es unter www.taunacrowd.de oder unter Telefon 06171 509-134.

 

Im Winter wurde die durch Vandalismus völlig zerstörte historische Telefonzelle von Handwerken des fokus O. abtransportiert. Durch das erfolgreiche TaunaCrowd-Projekt kann sie nun wieder instand gesetzt werden. (Foto: Jens Priedemuth)
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