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Spannender GirlsDay bei den Stadtwerken Oberursel

GirlsDay bei den Stadtwerken Oberursel

(vom 29.03.2019)

Insgesamt zehn Schülerinnen nutzten den heutigen bundesweiten „Mädchen-Zukunftstag“, um bei der Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH Einblicke in typische Männer-Berufe zu erhalten. Im TaunaBad Oberursel lernten sie den Bäderbetrieb auch hinter den Kulissen kennen.

Für die vier Schülerinnen, die sich für einen Platz im Technischen Betriebshof der Stadtwerke Oberursel entschieden hatten, begann der Tag nicht wie gewohnt im Klassenzimmer, sondern im Besprechungszimmer. Dort erhielten Sie einen Überblick über die Geschäftsfelder und Leistungen der Stadtwerke Oberursel sowie die verschiedenen technischen Berufsbilder wie Gas- und Wasserinstallateur oder Vermessungsingenieur.

Nach einer Führung durch das Lager begann der praktische Teil: Nach einer Einweisung in das Vermessungswesen und in das Geoinformationssystem der Stadtwerke Oberursel steckten die Schülerinnen unter Anleitung von Stadtwerke-Mitarbeiter Lars Grohmann selbst einzelne Koordinaten im Hof der Stadtwerke ab, um sie dann mit einem GPS-Vermessungsgerät auszumessen. Das fanden die Schülerinnen sehr faszinierend.
Anschließend ging es mit Henry Oestreich, Leiter des Technischen Betriebshofs, zu einem Gasrohrbruch. Danach besichtigten die Mädchen die Entsäuerungs- und Wasseraufbereitungsanlage Hohemark sowie einen Wasser-Hochbehälter in unmittelbarer Nähe und bekamen Einblicke in die Wassergewinnung und -verteilung. Dabei lernten sie, dass das Oberurseler Trinkwasser von bester Wasserqualität ist und man es bedenkenlos direkt aus der Leitung trinken kann.

Im TaunaBad Oberursel lernten sechs Schülerinnen das Berufsbild des Fachangestellten für Bäderbetriebe kennen und erhielten einen Einblick in den Tagesablauf eines Berufes, den die meisten nur als Schwimmmeister oder Bademeister kennen. Willi Köhl, Meister für Bäderbetriebe im TaunaBad, und Leon Hudert, Auszubildender im TaunaBad, zeigten den Schülerinnen die unterschiedlichen haustechnischen Gewerke der Schwimmhalle, welche mit modernster Technik ausgestattet sind. Dabei lernten die Mädchen verschiedene technische Anlagen wie die Lüftungsanlage, die Wasseraufbereitungsanlage (Filteranlage), die Heizungsanlage, die Chlorungsanlage und die Trinkwarmwasseraufbereitungsanlage für das Duschwasser kennen. Auch die demgegenüber etwas älteren Anlagen der Freibadtechnik lernten die Mädchen kennen.
Sehr spannend fanden die Mädchen die Erläuterungen zu den Vorbereitungen im Freibad, steht doch die Eröffnung der Freibadsaison im TaunaBad Mitte Mai bevor. Die sogenannte Auswinterung ist in vollem Gange, die Becken sind derzeit ohne Wasser und werden gesäubert und gestrichen. Die Mädchen halfen den Mitarbeitern des TaunaBades dabei, die Überlaufrinnen zu streichen und unterstützten tatkräftig bei den Verschönerungsarbeiten an den Bänken.
In der Schwimmhalle lernten sie die Anforderungen an die betriebliche Wasseraufsicht kennen und begleiteten einen Fachangestellten für Bäderbetriebe bei der Arbeit. Dabei nahmen sie auch eine Wasserprobe, ermittelten die Wassertemperaturen der drei Schwimmbecken und kalibrierten die ph-Elektrode. Im Foyer des TaunaBades erlernten sie einige Kassenfunktionen und begleiteten die Servicekraft bei ihrem Rundgang durch die Umkleide sowie beim Ausspritzen der Duschen und Toilettenräume.

Die insgesamt zehn Schülerinnen, die derzeit die 7. bis 9. Klasse besuchen, fanden den Girls‘Day bei den Stadtwerken Oberursel sehr spannend und beeindruckend: „Besonders Spaß gemacht haben mir die praktischen Aufgaben, zum Beispiel durfte jede von uns mit dem GPS-Gerät bestimmte Koordinaten suchen“, so Aleyna Raimondi. „Wir werden bei unserem nächsten Besuch im TaunaBad an die gesamte Technik denken, die notwendig ist, damit wir Besucher sauberes und warmes Wasser im Schwimmbecken haben“, sind sich die sechs Mädchen, die im TaunaBad aktiv waren, sicher.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Funke freut sich über das Interesse am Girls´Day: „Viele technische Berufsbilder sind auch bei den Stadtwerken überwiegend mit Männern besetzt. Umso mehr freut es uns, dass auch Mädchen vermehrt Interesse an diesen Berufen zeigen und den Girls´Day nutzen, um erste praktische Einblicke zu gewinnen. Vielleicht konnten wir unter den Teilnehmerinnen ja sogar schon ein „Nachwuchstalent“ für die Stadtwerke gewinnen.“ 

Hintergrundinformationen

Der „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ findet seit 2001 jährlich statt und ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt speziell für Mädchen. Am Girls'Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen dort Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind.
In Deutschland wird der Girls’Day gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Der Mädchen-Zukunftstag wird vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. auf Bundesebene koordiniert.
Mit der aktiven Teilnahme sollen die Mädchen motiviert und ermutigt werden, sich für eine qualifizierte Ausbildung oder ein Studium in derzeit noch „frauenuntypischen“ Berufsfeldern, insbesondere in Technik, IT, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften, zu entscheiden.

 

 

 

 

 

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