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Stadtwerke Oberursel führen geoelektrische Messungen zur Erkundung von Wasservorkommen durch

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(vom 19.09.2018)

Der diesjährige trockene Sommer kann als Vorbote des Klimawandels verstanden werden und hat die Wasserversorgung in Oberursel (Taunus) vor große Herausforderungen gestellt. Unabhängig davon hat die Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH gemeinsam mit dem Büro für Hydrogeologie und Umwelt GmbH, Gießen, schon im Frühjahr dieses Jahres die Planung zur Erkundung von Wasservorkommen im Bereich des bestehenden Wasserwerks Riedwiese in Weißkirchen aufgenommen.

Als Ergebnis der gemeinsamen Recherche wurde die Gesellschaft für Geowissenschaftliche Dienste mbH, Leipzig (GGD) mit der Durchführung von gewässerkundlichen Maßnahmen beauftragt.

Hierzu wird ein Verfahren der Geoelektrik angewendet bei dem lange Kabel an denen in regelmäßigen Abständen Elektroden angeschlossen sind, ausgelegt werden. Diese Elektroden werden in den Boden gesteckt und leiten einen schwachen Strom in das Erdreich. Mittels entsprechender Messtechnik wird so über die unterschiedlichen Widerstände der Bodenschichten ein Profil bis in Tiefen von 150 Meter erstellt. Aus diesem Profil können die Fachleute wasserreiche Bodenschichten erkennen. Diese Maßnahmen gehören zur Vorerkundung, um geeignete Standorte für Probebohrungen zu ermitteln.

Bei der Suche nach neuen Wasservorkommen sind die notwendigen Bohrungen bis in Tiefen von 100 Meter der kostenträchtigste Faktor.

Die Hauptmesstrasse verläuft von der Urselbachaue über die Straßen In der Au, Oberurseler Straße, Sportplätze Weißkirchen, Frankfurter Landstraße, Bommersheimer Feld, Kalbacher Weiden, St. Goergshof bis zur Autobahn A 661.

Teilweise führt die Messstrecke über Privatgrundstücke, deren Eigentümer im Vorfeld über die Maßnahme informiert wurden, ebenso wie die Bewirtschafter von landwirtschaftlich genutzten Flächen.

Die gewässerkundlichen Maßnahmen haben keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Wassergewinnung der Stadtwerke Oberursel, sondern sind als mittelfristige Maßnahme zu verstehen.

Die Messungen beginnen am kommenden Montag, 24. September, ab der A 661 und werden voraussichtlich vier Wochen andauern.

Die Kabel liegen für einige Tage an jeder Messstrecke aus und werden dann sukzessive entlang der geplanten Strecke weitergeführt. In dieser Zeit kann es zu Beeinträchtigungen der Nutzung der Wege und Straßen in den genannten Bereichen kommen. Hierfür bittet die Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH um Verständnis der Anwohner.

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