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Zukunft des Projekts „Verrückt? Na und!“ vorerst gesichert

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(vom 30.04.2021)

Judith Heinbuch und Svea Horn, die das Präventionsprogramm "Verrückt? Na und!" im Hochtaunuskreis koordinieren, freuen sich sehr, dass zumindest weitere zehn Projekttage an Schulen finanziert werden können: „Das Projekt war eines von zehn Projekten, die an der SpendenEi-Aktion auf der TaunaCrowd der Stadtwerke Oberursel teilgenommen hat. Wie soll ich es sagen: Für uns war es sehr überraschend, dass unser Projekt so schleppend lief, aber umso mehr freuen wir uns, dass wir gestern schließlich doch unsere Zielsumme erreicht haben. Mit diesem Geld können wir nun den Mehrbedarf decken, der in dem Projekt entstanden ist. Zum Beispiel, weil unter den aktuellen Bedingungen und aufgrund der Schulschließungen und strengen Regelungen bei Wiederöffnung zunächst keine Präsenz-Projekttage stattfinden können und wir ein Online-Angebot erstellen möchten, damit Schülerinnen und Schüler überhaupt in den Genuss eines Projekttages kommen. Dies verursacht Mehrkosten für Schulungs- und Werbematerial“, erklärt Svea Horn. „Gleichzeitig steigt die Belastung der Schülerinnen und Schüler im Homeschooling, was deutlich macht, dass der Bedarf erheblich steigen und das Thema psychische Gesundheit einen großen Stellenwert einnehmen wird. Deshalb ist es aus unserer Sicht enorm wichtig, dass das Projekt bestehen bleiben kann“, ergänzt sie.

 

"Verrückt? Na und!" ist ein Präventionsprogramm von Irrsinnig Menschlich e.V. in Zusammenarbeit mit gesundheitsziele.de. Es ist ein Modellprojekt für die vorbildliche Umsetzung der Gesundheitsziele "Gesund aufwachsen" und "Depressionen verhindern". Kern des Programms sind Projekttage an Schulen für Schüler/innen ab Klasse 8 und ihre Lehrkräfte sowie in Ausbildungsbetrieben. Es setzt an der Schlüsselstelle zur Verbesserung der psychischen Gesundheit an: Stigmatisierung zu reduzieren und Hilfesuchverhalten zu ändern. Im geschützten Klassenrahmen werden diese Themen mit Hilfe eines persönlichen und eines fachlichen Experten auf spielerische Art und Weise zur Sprache gebracht. Damit werden Ängste und Vorurteile abgebaut und vor allem Zuversicht und Lösungswege vermittelt, woraus Mut für Lebenskrisen geschöpft werden kann. Da vor allem Teenager unter besonderem Druck stehen, ist es hier von enormer Bedeutung, das Wohlbefinden der Schüler*innen zu fördern.

Andrea Königslehner, Leiterin Marketing & Kommunikation bei den Stadtwerken Oberursel, freut sich mit den beiden Projektkoordinatorinnen: „Die Stadtwerke Oberursel kennen und schätzen die Arbeit des Vereins Perspektiven e.V. sehr. Deswegen freut es uns ganz besonders, dass das Crowdfunding-Projekt des Vereins im Rahmen unserer Aktion doch noch erfolgreich wurde. Ich denke dieses Präventionsprogramm profitiert ganz besonders von der besonderen Aufmerksamkeit, die unsere SpendenEi-Aktion in der Öffentlichkeit erhalten hat und macht deutlich, welch‘ wichtige ehrenamtliche Arbeit in den Schulen des Hochtaunuskreises geleistet wird.“

Dieses und alle weiteren Projekte, die an der SpendenEi-Aktion der Stadtwerke Oberursel (Taunus) GmbH auf der TaunaCrowd teilnehmen, können noch bis heute Abend um 20 Uhr unterstützt werden, denn auch wenn die Projektstarter*innen schon ihre Zielsummen erreicht haben, kommt ihnen das eingesammelte Geld zugute.

Einfaches Prinzip
Die TaunaCrowd funktioniert nach dem Alles oder nichts-Prinzip: Projektstarter*innen, die finanzielle Unterstützung für die Umsetzung eines gemeinnützigen Projekts benötigen, beschreiben dieses auf der Crowdfunding-Plattform. Der Förderbedarf und der Spendenzeitraum werden auf der TaunaCrowd öffentlich gemacht. Innerhalb von maximal 60 Tagen können die Projektstarter*innen bei Familie, Freunden und Bekannten sowie über soziale Netzwerke und sonstige Medien für ihr Projekt werben und Geld zur Verwirklichung ihres Lieblingsprojektes einsammeln. Wenn die anfangs definierte Summe zusammenkommt, wird der Betrag ausgezahlt. Wird das Ziel verfehlt, erhalten die Unterstützer*innen ihr Geld automatisch zurück. Sollte mehr Geld für ein Projekt zusammenkommen als ursprünglich geplant, profitieren die Projektstarter*innen, denn das Crowdfunding ist nach oben offen.

Weitere Informationen zur TaunaCrowd gibt es unter www.taunacrowd.de oder unter Telefon 06171 509-134.

 

Das Projekt "Verrückt? Na und!" wird seit April 2014 in Schulen im Hochtaunuskreis umgesetzt. Es ist ein Modellprojekt für die vorbildliche Umsetzung der Gesundheitsziele "Gesund aufwachsen" und "Depressionen verhindern". (Foto: Perspektiven e.V.)
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